Frohlocket, ihr Scheidungsanwälte! Nie war es leichter, einen Caterham selber zu bauen

  • 180x100 Towidth 85 Lego Caterham 16 1
  • 180x100 Towidth 85 Lego Caterham 16 2
  • 180x100 Towidth 85 Lego Caterham 16 3
  • 180x100 Towidth 85 Lego Caterham 16 4
  • 180x100 Towidth 85 Lego Caterham 16 5
  • 180x100 Towidth 85 Lego Caterham 16 6
  • 180x100 Towidth 85 Lego Caterham 16 7
  • 180x100 Towidth 85 Lego Caterham 16 8

Theoretisch sind Caterham Sevens so rudimentär, dass man sie problemlos in einem Schuppen zusammenbauen kann. Allerdings gibt es einen Seven, an den euch Caterham nicht selber ranlässt: den von allen guten Geistern verlassenen 620R.

Aber Gott sei Dank gibt es ja Lego. Die dänischen Baustein-Götter haben nämlich soeben ein neues Caterham-620R-Kit vorgestellt, das ihr komplett alleine zusammenbauen könnt. Natürlich müsst ihr euch damit anfreunden, dass alles ein bisschen klotziger, kleiner und plastikiger ist.

Das Kit umfasst 770 Teile. Passenderweise ist es damit nicht halb so komplex wie der aus 2704 Teilen bestehende Lego Porsche GT3 RS. Vermutlich reicht es trotzdem aus, um einen Haufen Gefluche zu generieren. Vor allem, wenn ihr feststellt, dass der Hund essentielle Teile davon verspeist hat.

Beim ersten Blick auf das fertige Werk dürften all die Mühen jedoch mehr als vergessen sein. Ich meine, sieht das Ding nicht absolut umwerfend aus? Seht ihr, Lego hat schon ziemlich vielen Autos zu einem neuen, eher Steinchen-orientierten Leben verholfen, aber die Optik hat nicht immer davon profitiert. Besonders dann nicht, wenn das Ausgangsprodukt eher kurvig ist. Diese Sorgen hat der Seven freilich nicht. Sein archaisches, kantenübersähtes Design ist quasi prädestiniert für eine Verewigung in winzigen Plastikblöckchen. Dieser 620 blockt … äh … rockt.

Auch die ganzen Details sind ziemlich wundervoll. Es gibt Nachbauten des 620R-Motors, des Schalthebels, eine abnehmbare Nase (sehr praktisch nach unvermeidlichen Kollisionen mit allerhand Sockelleisten und Wohnzimmertischen), eine funktionierende Motorabdeckung, ein funktionierendes Lenkrad, einen Kofferraum (in etwa so nützlich wie bei echten Caterhams) sowie Stützböcke, damit ihr an ihm rumbasteln könnt, wenn die Räder nicht drauf sind.

Im fertigen Zustand ist der Lego-Caterham-620R 28 Zentimeter lang und zehn Zentimeter hoch. Das perfekte Beiwerk für den heimischen Kaminsims also.

Wie es dazu kam, ist ganz nebenbei eine ziemlich charmante Story. Ein tapferer und legotastischer Brite namens Carl Greatrix kreierte dieses Caterham-Model allein mit der Kraft seiner Gedanken und seinen irren Fähigkeiten am Lego-Baustein. Er reichte seine Caterham-Idee beim sogenannten "Lego Ideas System" ein, einer vom Unternehmen unterstützten Ideenplattform. Hier können Fans für Amateur-Vorschläge abstimmen, die sie künftig gerne als offizielles Lego-Modell im Spielwaren-Regal sehen wollen.

Nachdem Carl 10.000 Likes für seinen Caterham eingetütet hatte, wanderte sein Design hinüber in Legos hauseigenes Absegnungszentrum. Dort wurde der Seven für die Produktion freigegeben und hier seht ihr das endgültige und offiziell kaufbare Produkt. Klopf dir ruhig schön auf die Schulter, Carl.

Wenn ihr also schon immer mal einen Caterham bauen wolltet, aber Angst hattet, dass eure Frau euch dann verlässt, dann ist das hier ein ziemlich guter Test, um die generelle Lage zu peilen. Außerdem kostet er nur 79,99 Euro. Das ist ein gutes Stück weniger als die knapp 70 Riesen, die das Original kostet. Los gehts am 1. Oktober 2016. Hurra!

Autor: TopGear/Stefan Wagner

Aktuelle Nachrichten

Bildergalerien

Tests und First Drives

Nachrichten im Video

Die neuesten Ausgaben von TopGear in unserem Shop

Zum Seitenanfang